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Katzenhaltung: Wohnungkatze & Katzen mit Freigang

Katzen sollten nicht nur als eine Art Hobby angesehen werden. Katzen sind Lebewesen und daher geht man beim Kauf einer Katze eine Verpflichtung ein. Die Verpflichtung sich um dieses Tier zu kümmern und dieses Artgerecht zu halten.

Doch was bedeutet Artgerechte Haltung überhaupt?

Für die richtige Katzenhaltung sollte man erst einmal wissen, dass Katzen Raubtiere sind. Raubtiere jagen Ihre Beute und erlegen diese daraufhin. Somit kommen wir zusätzlich zu der Erkenntnis, dass Katzen Fleischfresser sind.

Katzenhaltung

Die richtige Katzenhaltung (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Katzen sind im Gegensatz zu Hunden keine Jäger, die auf eine lange Distanz her der Beute hinterher Jagen. Vielmehr lauern sie die Beute auf und nützen den Überraschungsmoment, um die Beute zu erlegen. Somit rennen Katzen allgemein nur kurze Distanzen und würden bei längeren Distanzen schnell aus der Puste gelangen.

Artgerechte Haltung für Katzen bedeutet also: der Katze die Möglichkeit zu geben, so zu leben, wie sie es auch in freier Natur könnte. Dies ist natürlich nicht immer möglich. Wichtig ist es jedoch dem Tiger die Möglichkeit zu geben Ihre Jagdtriebe ausleben zu können und die richtige Ernährung des Tieres.

Irrtümer und Fehler die in der Haltung von Katzen noch weit verbreitet sind:

Zuviel Fleisch ist nicht Gesund für die Katze: FALSCH! Wie wir eben erfahren haben, sind Katzen reine Fleischfresser und daher ist Fleisch auch wichtig für das Tier! Sollte Ihr Tierarzt so etwas sagen und Ihnen daraufhin Trockenfutter empfehlen – so sollten Sie schleunigst den Tierarzt wechseln, da dieser keine Ahnung über Katzen zu scheinen hat.

Hierbei ist es nur wichtig zu beachten, dass Katzen Ihre Nährstoffe aus der gejagten Beute beziehen, da diese meist aus Pflanzenfressern bestehen. Wenn Sie Ihr Tier also mit Fleisch füttern, so mischen Sie ruhig Gemüse hinzu. (Siehe auch BARF)

Trockenfutter reinigt die Zähne der Katzen und schützt für Karies: auch dies entspricht nicht der Wahrheit. Trockenfutter setzt sich in den Zwischenräumen der Zähne ab und begünstigt Karies und den Zahnbelag.

Die Trockenfutterstücken sind viel zu klein und sind innerhalb von Sekunden gefressen und zerbröseln, als das diese den Zahn reinigen könnten. Ein Mensch würde auch nicht davon ausgehen, dass Kekse den Mund reinigen.

Zusätzlich sind Katzen Ursprünglich Wüstentiere und trinken daher von Natur aus weniger. Sie nehmen die Flüssigkeit meist aus Ihrer Beute auf. Da Trockenfutter keine Flüssigkeit enthält, entzieht es Ihrer Katze zusätzlich Flüssigkeit und kann zu Nierenschäden führen (eines der häufigsten Todesursachen bei Katzen!) (Lesen Sie hierfür auch – Die Ernährung und die richtige Zahnpflege)

Katzen schnurren immer weil sie sich Wohlfühlen: Das schnurren bedeutet zwar in den häufigsten Fällen, dass die Katzen sich wohlfühlen. Beispielsweise wenn Ihre Katze auf Ihrem Schoss liegt, gestreichelt wird und dabei schnurrt, so können Sie davon ausgehen, dass sich Ihre Katze wohl fühlt. Bei Katzenwelpen die bei der Mutter trinken bedeutet das schnurren, dass Sie genug Milch erhalten und alles in bester Ordnung ist. Die Katzenmutter schnurrt ebenfalls zur Bestätigung, dass alles in Ordnung ist zurück.

Doch schnurren bedeutet nicht immer, dass alles in Ordnung ist. Katzen schnurren ebenfalls in Angstsituationen um den Stress zu vermindern oder zur Beschwichtigung bei Artgenossen. Ebenfalls schnurren Katzen bei Schmerzen, um sich selbst zu beruhigen.

Katzen können aus trotz unsauber werden: Es hat immer Gründe weswegen eine Katze unsauber wird. Katzen signalisieren hierdurch, dass sie ein gesundheitliches, seelisches oder Katzenklo bedingtes Problem haben.

Katzen landen immer auf 4 Pfoten: dies ist eher von der Höhe des Falls abhängig. Auch Katzen benötigen eine gewisse Höhe, um sich noch rechtzeitig Wenden zu können. Bei geringen Höhen kann es auch sein, dass eine Katze auf dem Rücken fällt und sich dabei auch schwere Verletzungen zuziehen kann. Auch bei größeren Höhen können Katzen sich leicht Verletzungen zuziehen. Bitte sichern Sie daher IMMER die Balkone und Fenstern, damit Ihrem Tiger nichts passiert.

Nur kleine Katzenkinder wollen spielen: Katzen sehen das spielen nicht direkt als spielen an. Beim Spielen werden die Jagdinstinkte des Tieres geweckt und sie sieht das Spielzeug als Beute an. Auch bei der Haltung älterer Katzen ist dies wichtig. Daher sollte in jedem Alter mit einer Katze gespielt werden.

Katzen sind Einzelgänger: zwar jagen die meisten Katzenrassen für sich alleine, was jedoch nicht heißt, dass diese nur Einzelgänger sind. Löwen leben und jagen im Rudel. Auch ist bekannt, dass Tiger und Gepard mit Ihren Geschwistern noch eine gewisse Zeit zusammen leben und jagen.

Auch Freilebende Katzen werden Artgenossen haben, die sie in ihrem Revier dulden. In manchen Fällen gibt es wirklich Katzen die lieber alleine Herrscher über Ihr Revier sind, dies kristallisiert sich jedoch nach der Zeit schnell heraus.

Auch ist bei zusammenlebenden Katzen oft zu sehen, wie sie sich gegenseitig putzen und beieinander schlafen. Halten Sie Ihren Tiger daher bitte nicht alleine. Auch Sie haben Familie, Freunde &Arbeit, wo Sie mit Ihren Artgenossen kommunizieren, lachen und Spaß haben können.

Alle Katzen sind Wasserscheu: Sie werden zwar selten Katzen finden, die in einem See herum schwimmen, jedoch bedeutet dies nicht, dass die Katzen völlig Wasserscheu sind. Bengalen oder Türkisch Van´s beispielsweise mögen es in der Regel gerne mit Ihren Besitzern zu baden. Auch mögen die meisten Katzen Wasserspiele oder sitzen neben dem Badewannenrand und halten gerne mal ein Pfötchen rein, wenn der Halter gerade badet. Probieren Sie doch einfach mal aus, wie Ihre Katze auf Wasser reagiert (Bitte zwingen Sie Ihr Tier nicht in eine Badewanne oder sonstiges derart zu gehen – das Tier könnte Panik bekommen oder Ihnen nicht mehr vertrauen) vielleicht entdecken Sie neue Spielmöglichkeiten für Ihr Tierchen.

Haltung einer Katze mit Freigang

Katze mit Freigang

Katze mit Freigang (Foto: m. gade / pixelio.de)

Bei der Haltung von Katzen mit Freigang ist es nicht zwingend notwendig eine Zweitkatze zu halten, da diese sich Artgenossen von außen suchen können. Jedoch auch Freigänger möchten gerne vom Halter beschäftigt werden und brauchen Ihre Stunden zusammen mit Ihnen. Für eine Freigängerin ist es jedoch einfacher auch mal alleine zu sein, wenn Sie am Arbeiten sind, da sie sich in dieser Zeit draußen beschäftigen können. Bei Katzen mit Freigang ist eine regelmäßige Wurmkur und Impfung jedoch unerlässlich! Bitte gehen Sie daher mit Ihrer Katze regelmäßig zum Arzt und lassen Sie das Tierchen durch checken.

Bitte gewähren Sie Ihrer Katze nur Auslauf, wenn es die Umgebung auch ermöglicht. Bei stark befahrenen Straßen sollte kein Auslauf gewährt werden. Nicht selten sieht man Katzen auf der Straße überfahren und wer möchte schon sein geliebtes Tier die nicht seltenen langen qualvollen Stunden des Todes antun?

Des häufigeren kommt es auch vor das Katzen vergiftet werden von einem Nachbarn der seinen Garten schützen will oder einfach nur keine Katzen mag. Informieren Sie sich also bitte vorher über Ihre Umgebung.

Bitte lassen Sie Ihre Katzen Kastrieren. Die Tierheime sind voll mit Katzen, die ein Zuhause suchen. Viele Katzen leben im Ausland und kommen in die Tötungsstation, da sich kein Zuhause für das Tierchen findet. Helfen Sie bitte daher mit die Population der Katze in den Griff zu bekommen und geben Sie Katzen, die im Heim ein zuhause suchen eine Chance eines zu finden, indem Sie sorgen, das nicht Ihre auch noch Katzen auf die Welt bringt.

Haltung einer Wohnungskatze

Bitte halten Sie eine Katze die nur in der Wohnung gehalten wird niemals alleine (sofern sich nicht herausgestellt hat, dass sie mit ihren Artgenossen nicht auskommt) Die Gestaltung einer Wohnung bei reinen Wohnungskatzen sollte mehr auf die Katze ausgelegt sein als bei Freigängern. Der Katze sollten genug Kletter- und Kratz Möglichkeiten geboten werden. Hier ist das spielen mit der Katze 1-2 Stunden am Tag unerlässlich Da die Katzen Ihre Jagdinstinkte nicht in der Natur ausleben kann, bedarf es Ihre Hilfe die Beute zu spielen. (Sehen Sie auch – Gemeinsame Beschäftigung mit der Katze und Alleinunterhaltung) Auch hier sollte eine Katze regelmäßig beim Arzt gecheckt werden und geimpft werden, jedoch bedarf es hier weniger an Wurmkuren und Leukose-impfungen (sofern Ihre Katzen mit keiner Leukose kranken Katze zusammenleben)

Die richtige Zahnpflege

Auch die richtige Zahnpflege gehört zur Katzenhaltung dazu. Für eine optimale Zahnpflege können Sie der Katze hin und wieder ein größeres Stückchen sehniges Fleisch geben, an dem Sie länger zu kauen hat. Zusätzlich wird hierbei auch die Kiefermuskulatur gestärkt.

Auch können Sie die Katze daran gewöhnen (am besten schon um jungen alter damit beginnen) ihren Finger im Mund zu haben. Versuchen Sie bei den Alltäglichen Streicheleinheiten leicht an die Lippen des Kätzchens zu gehen und diese leicht hoch zu ziehen. Massieren Sie mit Ihrem Finger leicht das Zahnfleisch der Katze.

Sollte die Katze protestieren, so gehen Sie mit dem Finger weg und streicheln Sie wieder dort, wo sich die Katze dabei wohl fühlt. Im Laufe der Zeit gewöhnen sich die Tiger daran und genießen sogar die Zahnfleisch Massage. Sie können auch sobald die Zahnpflege klappt Katzenzahnpasta dazu holen um vorsichtig die Zähnchen zu reinigen. Auch gibt es kleine Fingerhütchen, die zum Reinigen der Zähnchen gedacht sind.

Auch können Sie dem Tier bei der richtigen Haltung helfen, indem Sie regelmäßig die Zähne von einem Tierarzt untersuchen lassen und dieser die Zähne reinigen kann.


BildquelleSiegbert Pinger / pixelio.de
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